Vikersund 2013 – Fliegen in Perfektion

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Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Skifliegens. 2 Bewerbe und über 100 Flüge über 200 Meter standen am Ende zu Buche. Dazu Schlierenzauers 46. Weltcupsieg. Ein Sieg der ihn unsterblich macht. Egalisierte er damit doch den Uraltrekord von Matti Nykänen. Dessen letzter Erfolg liegt 24 Jahre zurück – Am...
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Das Wochenende stand ganz im Zeichen des Skifliegens. 2 Bewerbe und über 100 Flüge über 200 Meter standen am Ende zu Buche. Dazu Schlierenzauers 46. Weltcupsieg. Ein Sieg der ihn unsterblich macht. Egalisierte er damit doch den Uraltrekord von Matti Nykänen. Dessen letzter Erfolg liegt 24 Jahre zurück – Am ersten Januar 1989 beim Neujahrsspringen in Garmisch.

Ein Gewinner des Wochenendes steht damit schon fest. Schlierenzauer hat bereits jetzt – mit 23 Jahren – genauso so viele Siege erzielt wie eine Legende. Matti Nykänen dominierte in den 1980er Jahren seinen Sport. Mit vier Olympischen Goldmedaillen, fünf Weltmeistertiteln und vier Gesamtweltcup-Siegen gehört er zu den erfolgreichsten Skispringern überhaupt. Gregor holte seinen 46. Erfolg beim Auftaktspringen am Vikersundbakken. Deutlich – vor Simon Ammann. Bei 240 Metern landete der Überspringer beim weitesten Flug des Wochenendes. 6,5 Meter hinter dem Weltrekord von Evensen und 3,5 Meter hinter dem von ihm gehaltenen österreichischen Rekord. Bei der vorsichtig gewählten Anlaufluke und den Bedingungen aber einfach nur überragend. Auch am zweiten Tag sprang der Tiroler gut. Sehr gut sogar. Er wurde mit Platz drei und der Führung im Skiflugweltcup belohnt.

Ein zweiter Gewinner ist ohne Zweifel  Robert Kranjec. Sein perfekter Flug führte über 231.5 Meter heute. Sein zweiter über 230 Meter. Zu gut für alle anderen. Der Slowene zeigte heute einmal wieder, dass er fliegen kann. Im Weltcup lief es bislang noch nicht so rund. Beim Fliegen ist Robert aber immer vorne dabei. So auch diesmal. Er düpierte sowohl Schlierenzauer als auch Ammann – der am Samstag noch zweiter würde hinter dem Österreicher. Dennoch – Platz zwei und vier für den Schweizer sind eine starke Visitenkarte für den vierfachen Olympiasieger. Mit Ammann muss also wieder gerechnet werden.

Der dritte Gewinner kommt eindeutig aus Deutschland und er heißt nicht Freitag, nicht Freund, nicht Schmitt. Michael Neumayer ist auch einer aus der Kategorie – wenn es mal wieder so lala läuft, wenn keiner mit mir rechnet, dann komme ich. Vor allem auf den großen Schanzen. 223 Meter und im letzten Flug 231 Meter. Der Michi kann den Wind für sich ausnutzewn und er kann gleiten. Wo andere den Sprung abbrechen oder frühzeitig zur Landung ansetzen fliegt der Neumi noch gekonnt ins Tal. Und auch wenn er immer noch (unberechtigte) Abzüge bei seinen Landungen erhält, so waren die Längen seiner Flüge so groß, dass er diesmal sogar Schlierenzauer schlagen konnte. Ein zweiter Platz in Vikersund war heute der Lohn.

Keine dominierende Nation auszumachen

Überhaupt. Diese Saison scheint eine Saison zu sein, bei der es keine dominierende Nation mehr gibt. Die Dominanz der Österreicher scheint gebrochen zu sein. Das schöne dabei ist: Es gibt keine neue dominierende Nation. Es gibt Gregor Schlierenzauer, das ist klar als immer noch dominierenden Springer. Er ist Österreicher. Auch er gewinnt nicht einfach so nebenbei die Wettkämpfe, das haben wir nicht zuletzt bei der Vierschanzentournee gesehen, als Anders Jacobsen ihm den Sieg doch mehr als streitig machte. Dennoch ist er immer noch der Dominator. Bei den Nationen wird die Sache aber immer mehr zur Tagesform. Schlierenzauer, Loitzl, Koch, Morgenstern und Hayböck – oft waren diese fünf in den TopTen im Weltcup. Beim Skifliegen heute wars gerade mal einer. Heute waren die Slowenen stark – mit Kranjec, Prevc (5.) und Tepes (6.). Dann gibt es noch die Norweger mit Bardal, Jacobsen, Velta, Fannemel und Hilde, die Polen um Stoch, Zyla, Kot und Mietus und natürlich die Deutschen mit Freund, Freitag, Neumayer, Wank, Mechler, Schmitt und Geiger. Sechs Nationen, mit vielen potentiellen Top Ten Springern. Die Breite in der Spitze war selten so groß wie im Augenblick.

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