FIS reguliert die Anlaufverkürzung

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Thema Anlaufverkürzung im Skispringen. Der Trainer in Absprache des Athleten konnte in der vergangenen Saison zu einem Großteil selbst bestimmen ob der Anlauf für den Sprung verkürzt wird oder nicht. Ungünstige Windverhältnisse oder weite Sätze bevor einer der TOP-Springer kamen waren Grund für diese...
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Thema Anlaufverkürzung im Skispringen. Der Trainer in Absprache des Athleten konnte in der vergangenen Saison zu einem Großteil selbst bestimmen ob der Anlauf für den Sprung verkürzt wird oder nicht. Ungünstige Windverhältnisse oder weite Sätze bevor einer der TOP-Springer kamen waren Grund für diese Regeländerung. Was in der Theorie gut klang, wurde in der Praxis oft missbraucht. So wurde teilweise gezielt der Anlauf verkürzt um trotz schlechterer Weite dennoch eine bessere Punktzahl zu erreichen. Dem schiebt die FIS nun einen Riegel vor.

Im jetzt veröffentlichten neuen Regelwerk gibt es dazu den Passus: „… „A Trainer/Coach is entitled to reduce the length of in-run for his respective athlete. This has to be announced within the red phase of the starting procedure of the athlete concerned. In such a case, the gate compensation factor is only calculated, if the athlete jumps at least 95 % of the HS distance.“

Auf Deutsch heißt das nichts anderes als: Auch weiterhin können Sportler und Trainer zusammen eine Verkürzung des Anlaufs beschließen. Springt der Athlet dann aber weniger als 95% der Hillsize, bekommt er auch die Punkte nicht gutgeschrieben, die er für die Anlaufverkürzung erhalten hätte. Die bislang mögliche Taktik, nach einer Anlaufverkürzung auch durch einen schlechteren Sprung bessere Punkte und damit eine bessere Plazierung zu erhalten wurde damit ein Riegel vorgeschoben.

Auch beim Material gibt es Neuerungen

Ein Kapitel für alle Sportler, die schon einmal disqualifiziert wurden wegen falscher Ausrüstung.

Der Anzug muss in allen Bereichen des Körpers anliegend sein. Der gemessene Umfang des ungedehnten Anzugteiles darf den entsprechend gemessenen Körperumfang des Athleten nicht überschreiben.

Ausnahmen sind:
– eine maximale Toleranz von 10 cm des Anzugumfanges im Bereich des Sprungschuhes, beginnend vom anliegenden Teil unterhalb des Knies und verlaufend bis zum Hosenbeinende.
– eine maximale Toleranz von 4 cm des Anzugumfanges im Bereich des Handschuhes, beginnend von den letzten 10 cm des Ärmels.

In der vergangenen Saison hatte es wiederholt Diskussionen bezüglich Toleranz und Fixierung der Handschuhe gegeben. Die neue Regeln gelten bereits beim Sommergrandprix in Hinterzarten am kommenden Wochenende

Das komplette Regelwerk gibt es auf der FIS Seite zu lesen:

http://berkutschi.com/de/front/attachments/download/884

 

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