Historischer Dreifach Sieg in Courchevel

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Beim FIS Sommer Grandprix im französischen Courchevel sprangen mit Wellinger, Wank und Neumayer gleich drei deutsche Adler aufs Podium. Unsere Reporterin Christina Späthling war für uns vor Ort und hat uns einen Bericht der Wettkämpfe mitgebracht. Auf unserer Facebook Seite findet ihr dazu viele weitere Fotos der...
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Beim FIS Sommer Grandprix im französischen Courchevel sprangen mit Wellinger, Wank und Neumayer gleich drei deutsche Adler aufs Podium. Unsere Reporterin Christina Späthling war für uns vor Ort und hat uns einen Bericht der Wettkämpfe mitgebracht. Auf unserer Facebook Seite findet ihr dazu viele weitere Fotos der Wettbewerbe.

Courchevel – Le Praz – Skispringen auf 1.300 Meter Höhe, mitten in den französischen Alpen

Seit 1944 wird hier oben, in Le Praz, schon gesprungen. Für die olympischen Winterspiele 1992 in Albertville wurden eine K120 und eine K90 errichtet – Sieger waren damals Toni Nieminen und Ernst Vettori, sowie Team Finnland.  Heute im Jahr 2013 standen mehrere Sommer-Grand-Prix-Wettkämpfe an; unter anderem eine Prämiere der „Mixed – Teams“ auf der HS 132 Anlage. Bei sonnigen Wetter begann Dienstag Morgen das Training von der Großschanze. Bei den Herren zeigten einmal mehr die Polen Kamil Stoch und Piotr Zyla konstant weite Sprünge. Mit 136m sprang der junge Österreicher Ulrich Wohlgenannt den weitesten Satz. Sehr gute Weiten erzielten in den beiden Trainingssprüngen Maciej Kot aus Polen, Michael Neumayer aus Deutschland Yuta Watase aus Japan.  Anschließend trainierten auch die Damen für das am Abend statt findenden Wettkampf der Mixed-Teams.
Die Weltmeisterin aus den USA Sarah Hendrickson zeigte sich hier in Bestform, mit Weiten von 130m und 136m. Ganz vorne mit dabei auch die Kanadierin Atsuko Tanaka, die Japanerin Sara Takanashi, als auch Evelyn Insam und Elena Runggaldier aus Italia.

Team Deutschland gewinnt Mixed-Wettkampf

Ein besonders spannender Wettkampf, bei dem aus jedem Land zwei starke Männer und zwei starke Frauen ins Rennen geschickt werden!

Team Deutschland hatte vier starke Sportler: Svenja Wuerth, Michael Neumayer, Graessler Ulrike und Andreas Wellinger. Wobei die Weiten von Michi Neumayer herausragend waren. Platz zwei erreichte das japanische Team, hier hatte Taku Takeuchi einen schlechten Tag erwischt; im ersten Durchgang stürzte er, vor seinem zweiten Sprung kam es zu einem Stromausfall und so musste er ca. 15 Minuten auf seinen Finalsprung warten. Die Franzosen sicherten sich, hier in ihrer Heimat, Platz drei. Wobei die Hoffnung nach Vincent Descombes Sevoies Hüpfer auf 107 Meter im ersten Durchgang nur noch sehr gering war. Coline Mattel war es dann, die das Team wieder zurück aufs Potest brachte. Einig waren sich alle Franzosen, dieser Potestplatz war sehr wichtig für den französischen Skisprung.

Einzelwettkämpfe der Damen und der Herren

Beginnen wir bei den Damen, die diesmal von der HS 96m – Schanze sprangen.  Die erst 15jährige Ema Klinec sicherte sich den Sieg, mit Sprüngen auf 94m und 96m. Sie behielt trotz starker Konkurrenz die Nerven, sogar als Sarah H. im Finaldurchgang vor ihr 115,9m sprang! Am Ende waren es 1,9 Punkte Vorsprung für die Slowenin.  Dahinter Sarah Hendrickson und die Japanerin Yuki Ito.  Gutes Gesamtergebnis auch für die deutschen Frauen, mit Platz Vier von Ulrike Gräßler, Sieben von Carina Vogt und Acht von Katharina Althaus.  Am Ende waren sieben Nationen unter den besten Elf – das verspricht für die weiteren Wettkämpfe Hochspannung. Mit den Plätzen eins, sechs und zehn, zeigte das polnische Team schon bei der Qualifikation das man sie auf der Rechnung haben muss. Diesmal kam mit Jan Ziobro ein weiterer Name ins Spiel, mit Sprüngen auf 126m und 114,6m sicherte er sich den Sieg der Qualifikation. Auf Platz zwei landete der Deutsche Marinus Kraus; Karl Geiger und Daniel Wenig schafften mit Platz 17. und 21. ebenfalls den Sprung in den Wettkampf. Dritter wurde Denis Kornilov aus Russland. Kaarel Nurmsalu aus Estland sprang überraschend auf den 7. Platz.

Am Abend dann die Entscheidung – deutscher Dreifachsieg

Der erst 17jährige Bayer Andreas Wellinger flog allen davon – zweimal Bestweite mit je 131,5 Metern. Dahinter Andreas Wank mit 130m und 127,5m und Michael Neumayer mit 125,5 und 127m. Und das obwohl der Schuh von Andreas Wank gerissen war und er im Finale einen völlig neuen Schuh ausprobieren musste.  Das deutsche Team wird auf die Wettkämpfe in Japan verzichten und sich im Training weiter auf den olympischen Winter vorbereiten. Mit den Rängen vier (Kamil Stoch), sechs, acht, zehn und elf zeigte die Jungs aus Polen wieder eine extrem starke Teamleistung.  Platz fünf ging an den Norweger Tom Hilde, der dadurch sein bestes Ergebnis in diesem Sommer erzielte.

(c) Christina Späthling

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