Sommer–Saisonauftakt für die nordischen Kombinierer in Oberwiesenthal

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Am Wochenende starteten auch die Kombinierer ihren Sommer GrandPrix. Oberwiesenthal lud auf die sanierte Fichtelbergschanze ein. Für 350.000 Euro wurde die Anlaufspur erneuert, bis zuletzt wurde gebaut, am Ende sogar mit Sondergenehmigung, um bis zum vergangen Freitag soweit fertig zu sein, dass die Schanze...
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Am Wochenende starteten auch die Kombinierer ihren Sommer GrandPrix. Oberwiesenthal lud auf die sanierte Fichtelbergschanze ein. Für 350.000 Euro wurde die Anlaufspur erneuert, bis zuletzt wurde gebaut, am Ende sogar mit Sondergenehmigung, um bis zum vergangen Freitag soweit fertig zu sein, dass die Schanze wettkampftauglich war. Vorgreifend wäre zu erwähnen, dass die Schanze ihre Feuertaufe überstanden hat und die Sportler vor allem die Laufruhe lobten.

IMG_1712Der Freitag stand wohl eher unter dem Motto: ,,Vom Winde verweht“; aus den geplanten zwei Trainings- und einem provisorischen Wettkampfsprung wurden zwei Sprünge.
Der PCR dauerte dann auch 2 Stunden – Geduld, Geduld, Geduld und gute Nerven waren hier nötig; einige Sportler mussten bis zu 4 mal wieder vom Balken. Am Ende gab es aber einen Tagessieger der Japaner Yoshito Watabe sprang auf 105,5 Meter = 125,4 Punkte. Gefolgt von Norweger Haavard Klemetsen und Christoph Bieler aus Österreich. Der PCR diente gleichzeitig als Qualifikation, was für 21 Athleten das Ausscheiden bedeutete. Den Sprung in den Wettkampf verpasste das komplette französische Team, welches ohne den erfolgsverwöhnten Trupp rund um Jason Lamy Chappuis angetreten war. Der neu eingeführte Trainer – Button wurde vor allem bei den Spitzenathleten einige Male eingesetzt; hier kann der Trainer entscheiden ob die Anlaufspur verkürzt wird.

Samstag stand dann der Team-Sprint an. Der erste Sieg dieses Sommers ging an das Team aus Austria, mit Christoph Bieler und Berni Gruber. Sie kamen 0,7 Sek. vor Japan I mit Watabe und Minato ins Ziel. Für das japanische Team war es der erste Stockerlplatz überhaupt. Rang drei belegte Germany I mit Johannes Rydzek und Eric Frenzel. Nach dem Springen führte Austria I, gefolgt von Germany I und Japan II; dicht dahinter Japan I und Norwegen II. Bei dem Team-Sprint wurden 2x 7,5 km absolviert, wobei jeweils nach einer Runde durch den Ortskern gewechselt wurde. Schnell setzte sich das Dreiergespann von den Verfolgern ab, am Ende hatten sie einen Vorsprung von ca. 39 Sekunden herausgefahren.

Sonntag dann ein Individual Gundersen 10.0 km. – Sieger hier Akito Watabe. Für den Japaner war es der 1. Sieg überhaupt bei einem Sommer Grand Prix. Zweiter wurde Miroslav Dvorak aus Liberec mit 3,2 Sek. Rückstand, gefolgt von Johannes Rydzek aus Oberstdorf mit 4,2 Sek.

Nach dem Springen führte Akito bereits mit einem Satz auf 103,5 Meter = 120,3 Punkten, auf Platz 2. Christoph Bieler mit 101 Metern = 119,1 und dem Russen Evgeniy Klimov 100,5 = 115 Punkten. Evgeniy zeigte das gesamte Wochenende eine ausgezeichnete Sprungleistung. Am Ende wurde der Russe jedoch Letzter, die Erfolge auf der Schanze konnte er beim Lauf nicht bestätigen und wurde Runde um Runde immer langsamer. Ein Strahlemann, wie man ihn im letzten Winter eher selten sah, war Tim Hug; bereits im Trainingssprung landete der Schweizer sehr weit vorne, dann der weite Satz im Finale was Platz 5 bedeutete.

IMG_5809Lange konnte er diesen Platz im Lauf halten, war ab und an sogar Dritter, am Ende belegte er den siebten Rang.
Glück im Unglück hatte Yoshito Watebe, ein Absprungfehler hatte einen Sturz zur Folge. Er landete unsanft auf dem Rücken, Prellungen und ein dickes Auge waren das Ergebnis.
Die Athleten mussten die Schleife durch den Ort 6 x bewältigen. Watabe und Bieler konnte sich zu Beginn etwas vom Feld absetzen. Im Laufe des Rennes bildete sich eine große Verfolgergruppe. Die beste Laufleistung erbrachte Johannes Ryzek, gefolgt vom Italiener Armin Bauer und Miroslav Dvorak. Die sächsischen Anhänger konnten, obwohl der lokale Held Eric Frenzel mit Platz 21 nach dem Sprung keine Siegchancen mehr hatte, dennoch jubeln. Björn Kircheisen aus Johanngeorgenstadt lief noch auf den 6. Platz vor.

 

Aus Oberwiesenthal berichtete Christina Späthling

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