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Nordische Kombination ² – Bryan und Taylor Fletcher im Interview

on Mrz 27, 15 • by • with No Comments

Taylor und Bryan Fletcher symbolisieren die nordische Kombination in den Vereinigten Staaten. Das Bruderpaar hat sich in dieser Saison nachhaltig in die Weltspitze gekämpft. Nordicjumpworld befragte beide, Bryan und Taylor, nach der Saison – zu ihrem persönlichen Saisonrückblick, zu ihren Zielen und den...
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Taylor und Bryan Fletcher symbolisieren die nordische Kombination in den Vereinigten Staaten. Das Bruderpaar hat sich in dieser Saison nachhaltig in die Weltspitze gekämpft. Nordicjumpworld befragte beide, Bryan und Taylor, nach der Saison – zu ihrem persönlichen Saisonrückblick, zu ihren Zielen und den Chancen, den Weltcup in der nordischen Kombination in die USA zu bringen. Dazu gibt es als besonderes Schmankerl noch eine Zusatzfrage von Penny, der Mutter der erfolgreichen Brüder.

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Hallo Bryan, hallo Taylor,
die Saison ist vorbei. Seid ihr zufrieden mit euren Ergebnissen im Weltcup und bei den Weltmeisterschaften?

Bryan: Ich habe gemischte Gefühle was meine Performance in diesem Winter betrifft. Insgesamt war es meine beste Saison. Dennoch denke ich, dass ich einige Möglichkeiten, das Podest zu erreichen, ausgelassen habe. Dennoch habe ich immer gekämpft und hatte viele TOP 10 -Ergebnisse. Der 5. Platz bei den Weltmeisterschaften war ein starkes Resultat. Dennoch ist es etwas frustrierend ohne Medaille aus Falun zurückzukehren. Ich kann mich nicht beschweren, denn dieser 5. Platz ist mein persönlich bestes Ergebnis und ich weiß dadurch, dass ich gute Möglichkeiten für bessere Ergebnisse habe. Insgesamt bin ich froh über meine Fortschritte, aber immer noch hungrig auf mehr.
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Taylor: Wenn ich auf die WM zurückblicke, bin ich über einige Dinge sehr froh, vor allem über meine Sprungleistungen. Dort war mein bestes Springen in diesem Jahr und sicher auch für einige Jahre. Auf der anderen Seite bin ich nicht so geskatet wie ich das eigentlich kann, und damit muss ich lernen umzugehen. Im Weltcup war ich vor allem mit meiner Entwicklung in der 2. Saisonhälfte im neuen Jahr zufrieden. Ich habe keinen einzigen Wettkampf verpasst. Sicher war meine Formkurve noch etwas schwankend. Ich hoffte, dass genau das nicht passiert. Aber ich habe mir klare Ziele gesetzt daran zu arbeiten, und so freue ich mich auf ein starkes Sommertraining.

 

Was war euer persönliches Saisonhighlight?

Bryan: Der 5. Platz in Falun. Ich wollte hier um die Medaillen mitkämpfen und bin froh, dass mir das gelungen ist.

Taylor: Mein Höhepunkt war der dritte Platz beim Weltcup in Sapporo. Ich hatte einen fantastischen Sprung und ein perfektes Rennen. Gefühlsmäßig hatte ich alles unter Kontrolle, aber am Ende doch nicht die Kraft zu gewinnen. Ich freue mich auf weitere Wettbewerbe wie diesen.

 

Privat versteht ihr euch sehr gut. Mit welchen Gefühlen geht ihr in einen Wettkampf, in dem man gegen den eigenen Bruder antritt?

Bryan: Taylor und ich ergänzen uns im Wettkampf sehr gut. Wir pushen uns gegenseitig auf ein höheres Leve,l und auf der Strecke und an der Schanze beobachten wir den anderen. Dazu ist es eine perfekte Trainingspartnerschaft.

IMG_1669-1Taylor: Bryan und ich sind perfekte Mannschaftskameraden. Wir trainieren fast jeden Tag miteinander und pushen uns gegenseitig um besser zu werden. Im Wettkampf möchte ich meinen Bruder natürlich immer schlagen und er mich natürlich auch. Wenn wir allerdings zusammen laufen, arbeiten wir oft miteinander, um es für die anderen schwerer zu machen uns zu besiegen.

 

Zurück in Amerika ist jetzt erstmal Entspannung angesagt, oder? Wie sind eure Pläne für die nächsten Wochen ohne Wettkampf?

Bryan: In den nächsten Wochen brauche ich zunächst einmal viel Erholung. Ich habe einige Pläne, meine Zeit in Park City und in Steamboat zu verbringen – zum Skifahren und um mich mit Freunden zu treffen. Außerdem hatte ich bereits Zeit mein Mountainbike herauszuholen, was mir sehr viel Spaß bereitete. Das ist etwas, was ich auf jeden Fall nochmal tun werde.

Taylor: Jetzt ist erstmal für die nächsten 2 Wochen bei mir die OFFSEASON, mit sehr wenig Training und viel Schlaf. Daneben habe ich vor Ski zu fahren und zu radeln. Natürlich werde ich auch viel ausgehen und Spaß haben mit meinen Freunden. Irgendwann werde ich aber wieder ruhelos und will auch wieder mit dem Training starten. Ich habe vor meine Familie zu besuchen, und ich bin zu einem Charity-Event eingeladen namens „Starz mountain challenge“, welches dazu beitragen soll den Behindertensport von Steamboat Springs zu unterstützen.

 

In dieser Saison startete der Weltcup in der nordischen Kombination nach einigen Jahren wieder in Japan. Hofft ihr, dass der Weltcup bald auch Station in den USA macht?

IMG_3584-1Bryan: Ich liebe Japan. Dorthin zurückzukehren war fantastisch. Ich hoffe, dass wir jedes Jahr dort starten dürfen. Meine Ergebnisse dort waren auch sehr gut, daher werde ich Sapporo und die anderen Plätze, die ich besucht habe, immer in guter Erinnerung haben. Natürlich hoffe ich, dass wir bald auch Wettkämpfe in den USA haben werden. Jedoch denke ich, dass dies noch länger dauern wird als ich es hoffe.

Taylor: Es war das erste Mal, dass ich in Sapporo war. Die Organisation und die Wettkämpfe dort waren einfach nur perfekt. Dies ist definitiv ein Ort, an den ich gerne zurückkommen will. Es wäre ein Traum, wenn der Weltcup künftig in Nordamerika Station beziehen würde. Solche Events, die viele Zuschauer anlocken, sind hier weniger geworden. Es wäre eine große Ehre in meinem Heimatland zu starten und dort mein Bestes zu geben, um zu gewinnen.

 

Deutschland und Norwegen dominieren derzeit den Weltcup. Seht ihr eine Chance, diese kleine Lücke zu schließen? Wo genau müsst ihr euch im Training verbessern?

Bryan: Die Chance, die Lücke zu den Top-Nationen zu schließen, ist immer gegeben. Das bedarf harte Arbeit und viel Leidenschaft. Hier in den USA liegt der Schwerpunkt im Springen. Wir werden hieran weiter arbeiten um dort stärker zu werden.

Taylor: Beide Teams, die Norweger und die Deutschen, sind in jedem Jahr ziemlich stark. Aber sie machen auch nichts anderes als wir. Ich sehe eine Chance diese Lücke zu schließen. Es wäre schwieriger, wenn ich in den letzten beiden Jahren keinen Podestplatz erobert hätte. Dennoch bleibt noch viel zu tun. Ich muss mich im Springen verbessern und mindestens genauso stark laufen wie bislang. Wenn ich in jedem Wettbewerb 5 Meter weiter springen würde, hätte ich die Chance auf mehr Siege.

 

Was ist euer persönliches Karriereziel?

Bran: Ich möchte immer das Beste aus mir herausholen. Ich wäre gerne öfter auf dem Podium, und mein ultimativer Traum ist es Olympiasieger zu werden. Das sind keine einfachen Ziele, aber ich setze diese gerne hoch an und versuche sie zu erreichen.
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Taylor: Mein Karriereziel ist es der Beste zu werden! Das bedeutet, sowohl die Weltmeisterschaften als auch die olympischen Spiele zu gewinnen. Ich würde gerne ein sportliches Erbe hinterlassen für die Vereinigten Staaten und all die jungen Skifahrer. Dazu möchte ich den Gesamtweltcup gewinnen! Ich fühle, dass das möglich ist und dass ich das schaffen kann.

 

Am Ende dieses Interviews haben wir eine „spezielle“ Frage. Sie stammt von eurer Mutter Penny:

to Bryan: What animal gave you the ride of your life and did you stay on for 8 seconds?

To answer my mothers’ question, I have ridden a wild camel and the problem was not getting on the animal it was getting off of it after the ride.

to Taylor: What makes all of your teammates jealous of you when travelling?

It is pretty clear of how jealous some of the teammates get when we travel. I have a very special gift of sleeping anywhere any time. I can sleep the whole flights overseas without a problem and it seems like I don’t experience the problems of jet lag either. I consider it a very special gift and hope it lasts for my whole life!

Herzlichen Dank für dieses interessante Interview (c) Nordicjumpworld – Johannes Markus Stettner

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