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Saisonfinale in Schonach – Spitzensport und Spitzenunterhaltung

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Nordische Kombination – Attraktiver Sport beim Schonacher Weltcup-Saisonfinale Frenzel hat die Kristallkugel – aber ein Sieg im Schwarzwald würde ihm gefallen Wenn am Donnerstag die Weltelite der Kombinierer im Training über den Bakken der Langenwaldschanze und die Langlaufstrecke im Wittenbachtal geht,...
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Nordische Kombination – Attraktiver Sport beim Schonacher Weltcup-Saisonfinale Frenzel hat die Kristallkugel – aber ein Sieg im Schwarzwald würde ihm gefallen

Wenn am Donnerstag die Weltelite der Kombinierer im Training über den Bakken der Langenwaldschanze und die Langlaufstrecke im Wittenbachtal geht, dann liegt einmal mehr viel Arbeit hinter den Schonacher Organisatoren. Schanze und Strecke sind präpariert, es kann also losgehen.
Bereits im Januar hätte die Jubiläumsveranstaltung um den Schwarzwaldpokal über die Bühne gehen sollen. Fehlender Schnee verhinderte jedoch den Auftritt der Weltelite. Die Verlegung auf das erste März-Wochenende hat nun einen schönen Nebeneffekt: Die Schonacher dürfen bei der 50. Auflage sogar das Weltcup-Finale ausrichten, das eigentlich bereits am vergangenen Wochenende in Val di Fiemme über die Bühne gegangen wäre. Mehr noch – aus zwei Wettbewerben sind drei geworden: ein Team-Wettkampf am Freitag, der Einzelweltcup um den begehrten Schwarzwaldpokal am Samstag (ein Sprung und 10-km-Langlauf) sowie ein weiterer Einzelwettkampf am Sonntag, bei dem die Athleten zweimal über die Schanze müssen und schließlich auch noch 15 Kilometer im Wittenbachtal zu absolvieren haben.

Auch wenn die Entscheidung in der Weltcup-Gesamtwertung seit dem vergangenen Sonntag zugunsten von Eric Frenzel (Oberwiesenthal) gefallen ist, mangelt es dem Dreifach-Auftritt der Asse nicht an Attraktivität. Selten einmal war die Chance größer, dass der »Schonacher Fluch« endlich gebannt wird: Seit 1987 ist es keinem deutschen Athleten mehr gelungen, auf dem Podest im Schwarzwald ganz oben zu stehen. Der Oberaudorfer Hubert Schwarz war der Letzte, der sich von den Schonacher Fans feiern lassen durfte. Mit Frenzel, dem Breitnauer Fabian Rießle, der in der Weltcupwertung glänzender Dritter ist, dem Sechstplatzierten Johannes Rydzek (Oberstdorf) und Manuel Faißt aus Baiersbronn (Platz 13) verfügt Bundestrainer Hermann Weinbuch über ein schlagkräftiges Quartett. In Val di Fiemme trumpften im Teamsprint zudem der Baiersbronner Tobias Haug und Tino Edelmann (Zella-Mehlis) mit Platz eins auf, als Weinbuch seine Asse für die Einzelwettbewerbe im Fleimstal schonte. Frenzel, der in dieser Saison bereits sieben Siege feiern konnte, sicherte sich in Val di Fiemme die Kristallkugel quasi kampflos, weil der zweitplatzierte Japaner Akito Watabe krankheitsbedingt nicht an den Start gehen konnte.

Und der Sachse ist noch nicht satt: »In Schonach habe ich noch nie gewonnen. Das wäre schon ein Ziel«, ließ der 27-Jährige wissen. Auch Lokalmatador Rießle nimmt sich für das Heimspiel viel vor. Der Breitnauer, der in dieser Saison bereits dreimal auf dem Treppchen ganz oben stand, hatte aber bislang auf der Langenwaldschanze so seine Probleme. Auch Rydzek, jüngst Sieger in Kuopio, will im Kampf um den Sieg mitmischen. Weinbuch hat also diverse Asse im Ärmel, zumal er weiß, dass seine Truppe noch heiß ist und einmal mehr alles geben wird. Deshalb spart der Bundestrainer auch nicht mit Lob für seine Schützlinge: »Es ist bewundernswert, wie sie sich Wettkampf für Wettkampf neu motivieren und immer wieder an die Grenze gehen.«

Das wird auch in Schonach nötig sein. Die Konkurrenz ist groß. Einer allerdings fehlt jedoch verletzungsbedingt – der norwegische Shootingstar und Pechvogel der Saison, Jarl Magnus Rijber. In Seefeld wurde er wegen eines fehlenden Zeit-Transponders disqualifiziert, in Lahti aus der Wertung genommen, weil er kurz vor dem Ziel die falsche Spur genommen und dann abgekürzt hatte. Tags darauf kam die Aufgabe im Finale des Teamsprints gegen Rießle wegen einer Schulterverletzung. Für den 18-Jährigen wahrlich harte Zeiten. Aber es gibt schließlich noch andere, die den DSV-Stars in die Suppe spucken möchten. In erster Linie der wiedergenesene Watabe. Auch Jørgen Gråbak und Magnus Krog aus Norwegen sowie der Österreicher Bernhard Gruber gehen mit großen Ambitionen an den Start.

Es wird auch kräftig gefeiert

In Schonach wird am Wochenende aber nicht nur um Meter und Sekunden gekämpft, sondern – dem Anlass gemäß – auch kräftig gefeiert. Zum 50. Mal ist die Weltelite vor Ort – wenn das kein Grund ist. Deshalb geht es auch neben den Wettkampfstätten rund. Am Freitagabend werden im Kurgarten zunächst die Startnummern verteilt, anschließend steigt nebenan, im Haus des Gastes, die Weltcupparty mit den Dorfrockern. Tags darauf steht ein großer Jubiläumsabend an gleicher Stätte auf dem Programm, bei dem viele ehemalige Sieger dabei sind. Edi Lengg, der Auftaktgewinner von 1967, wird ebenso erwartet wie Hubert Schwarz, 1987 letzter deutscher Sieger in Schonach, Uli Wehling, Uwe Dotzauer, Klaus Sulzenbacher, Hannu Manninen und natürlich der Japaner Kenji Ogiwara, der bei den Schonacher Siegerehrungen stets zu Hochform auflief. Und wenn die Wettkämpfe vorbei sind, ist noch nicht Schluss. Am Sonntag kommt es im Haus des Gastes noch zur »Oscar-Verleihung«. Dann dürfen die Protagonisten dieser Saion ihren verdienten Lohn in Empfang nehmen.

(c) Nordicjumpworld – 02 – 2016

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